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Auftakt mit Rundem Tisch im Furtwanger StattMuseum ein voller Erfolg
Ein Wanderausflug zur Linachtalsperre, eine Citroën-2CV-Ente, ein Treppenhaus – auf den ersten Blick haben diese Fotomotive wenig gemeinsam. Und doch sind sie Teil der aktuellen Fotoausstellung zum Forschungsprojekt KImAge im StattMuseum Furtwangen. Die Bilder zeigen unterschiedliche Blickwinkel und Begegnungen davon, wo Teilnehmenden der Studie das Älterwerden und Altsein im Alltag begegnet.
Das Forschungsteam der Hochschule Furtwangen möchte gezielt in der „eigenen“ Region, der eigenen Stadt genauer hinschauen und Perspektiven der Bevölkerung sammeln. Gemeinsam mit ihrem Projektteam lud Prof. Dr. Verena Klusmann-Weißkopf zu einem Runden Tisch ins StattMuseum ein. Der Einladung folgten Interessierte aus der Furtwanger Bevölkerung, Vertretende der Stadt sowie Ehrenamtliche aus der Region. Nach einer kurzen Projektvorstellung berichteten viele Gäste von ihren eigenen Erfahrungen mit dem Älterwerden – etwa davon, wie stark das eigene Altersgefühl von der Umgebung und dem Vergleich mit anderen abhängt.
„Der Abend hat erneut gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch ist – damit Dinge ausgesprochen werden, die sonst nur gedacht werden“, resümiert Professorin Klusmann-Weißkopf. „Vor allem hilft er, die unterschiedlichen Blickwinkel von Jung und Alt besser zu verstehen. Dafür ist eine breite Beteiligung entscheidend.“
Das Forschungsteam geht mit einem positiven Gefühl aus der Veranstaltung und freut sich über das rege Interesse, viele Ideen der Akteur/innen und ist gespannt, wie die Furtwanger Bevölkerung im weiteren Verlauf auf das Thema reagiert und sich beteiligt.


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KImAge im StattMuseum Furtwangen
Von Januar bis März gibt KImAge erste Einblicke in die Forschung zu Altersbildern und lädt ein zu Diskussion und Beteiligung.
Vom 15. Januar bis 31. März 2026 ist im StattMuseum Furtwangen (ehemalige Apotheke am Markt, Friedrichsstraße 3) die interaktive Ausstellung „Das beste Alter ist jetzt!“ zu sehen. Die Ausstellung widmet sich dem Thema Älterwerden und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, gängige Vorstellungen vom Alter zu hinterfragen und neue Perspektiven zu entdecken.
Im Mittelpunkt stehen Fotografien und persönliche Kommentare von Menschen aus der Region, die zeigen, wie vielfältig Alter heute gelebt wird – im Alltag, in Familien, im Ehrenamt, im Vereinsleben und in sozialen Beziehungen. Die Ausstellung macht sichtbar, dass Altern weit mehr ist als ein biologischer Prozess: Es ist gelebte Zeit, geprägt von Erfahrungen, Wandel und individuellen Lebenswegen.
Das StattMuseum versteht sich dabei als öffentlicher Begegnungsraum, in dem gesellschaftliche Fragen rund um Zeit, Generationen und Zusammenleben diskutiert werden können. Gerade das Thema Alter(n) knüpft dabei unmittelbar an diese Idee an und eröffnet Raum für Austausch zwischen Jung und Alt.
An mehreren Tagen im Januar wird das StattMuseum zusätzlich zum Treffpunkt:
Am 15., 17., 22. und 24. Januar jeweils donnerstags von 10 bis 16 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr findet ein Marktcafé im Rahmen der Ausstellung statt. Besucherinnen und Besucher können die Ausstellung besichtigen, mit den Beteiligten ins Gespräch kommen und bei einem kostenfreien Heißgetränk verweilen.Ein weiterer Höhepunkt ist die Vortrags- und Dialogveranstaltung am 5. März um 19 Uhr. Gesundheitspsychologin Verena Klusmann-Weißkopf spricht darüber, wie Altersbilder unser Wohlbefinden beeinflussen – und sogar darüber entscheiden können, wie lange wir leben. Im Anschluss ist Raum für Austausch und Diskussion.
Ausstellung bis Ende März geöffnet
Die Ausstellung des Forschungsprojekts nach dem Motto „Das beste Alter ist jetzt!“ ist bis 31. März 2026 im StattMuseum Furtwangen zu sehen. Der Eintritt ist frei. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die Ausstellung nicht nur zu betrachten, sondern als Anlass für Gespräche, neue Sichtweisen und gemeinsames Nachdenken über das Älterwerden zu nutzen.
Weitere Informationen auch im Bregtalkurier.


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SWR Kultur berichtet
Gut altern beginnt im Kopf – Wie uns positive Altersbilder stärken.
Ein Bericht von Vera Pache
In einem knapp halbstündigen Podcast gibt unter anderem Prof. Dr. Verena Klusmann einen Einblick, wie unsere Vorstellungen vom Altern unsere Gesundheit und auch unsere Lebenserwartung beeinflussen. Und wie kann es sein, dass positive Altersbilder die Lebenserwartung positiver beeinflussen können als das Nichtrauchen oder körperliche Aktivität?
„Im Unterschied zu Sexismus und Rassismus hat man aber im Ageismus das
Phänomen, dass wir ja alle irgendwann in die eigentlich stigmatisierte Altersgruppe, für die das negative Klischee weit verbreitet ist, hineinwachsen und es uns dann wie eine Art selbsterfüllende Prophezeiung treffen kann, dass wir an der Stelle also unseren eigenen Stereotypen erliegen und sich dann eben auch unser Altern negativer gestaltet, weil wir die Erwartung haben, dass es negativer sein wird.“ – Prof. Dr. Verena Klusmann-Weißkopf
Hören Sie jetzt rein unter: https://www.swr.de/swrkultur/wissen/gut-altern-beginnt-im-kopf-wie-uns-positive-altersbilder-staerken-das-wissen-2025-11-06-102.html




